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  • Zucker & Zuckeraustauschstoffe

Zuckerersatz im Überblick

Von uns für dich: Team Pumperlgsund

Was ist ein Zuckeralkohol und was ein Süßstoff? Wir klären über Zuckerersatz auf!

In diesem Artikel erfährst du:

  • Was ein Zuckeralkohol und was ein Süßstoff ist
  • Welcher Zuckerersatz in der EU zugelassen ist,
  • Die Vor- und Nachteile von Zuckeralkoholen und Süßstoffen.

Wir wünschen dir viel Spaß beim Lesen des Artikels.

Was ist ein Zuckeralkohol?

Zuckeralkohole zählen zu den Süßungsmitteln. Mit einem durchschnittlichen Energiegehalt von ca. 2,4 kcal/g ist dieser Zuckerersatz deutlich unter dem Energiegehalt von Zucker mit ca. 4 kcal/100 g. Lediglich Erythrit ist kalorienfrei. Zuckeralkohole werden gern in Kaugummis o.ä. verarbeitet, da sie nicht-kariesfördernd sind.

Warnhinweise auf der Verpackung

Der Geschmack und das Volumen ähnelt Zucker stark und sie sind ähnlich wie Haushaltszucker zu verarbeiten und zu dosieren. Verzehrt man höhere Mengen an Zuckeralkoholen, kann dies zu Blähungen oder anderen Verdauungsbeschwerden führen. Daher muss auch der Warnhinweis "Kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken" auf Produkten mit diesem Zuckerersatz deklariert sein, wenn mehr als 10% der Inhaltsstoffe eines Lebensmittels auf Zuckeralkohole zurückzuführen sind.

Zuckeralkohole als Zuckerersatz - kurz vorgestellt

Sorbit (E 420):

  • Kommt natürlicherweise in Früchten vor
  • Aus Maisstärke gewonnen
  • 50 % Süßkraft (im Vgl. zu Haushaltszucker)
  • Leicht wasserlöslich, koch- und backfest
  • Auch als Feuchthaltemittel genutzt
  • Selbst kleine Mengen können abführend wirken


Mannit (E 421):

  • Kommt natürlicherweise in Braunalgen, Früchten, Gemüse, Kräutern und Schimmelpilzen vor
  • Aus Invertzucker oder Traubenzucker (Glukose)
  • Relativ teuer
  • Relativ schlechte Verträglichkeit


Isomalt (E 953):

  • wird aus Haushaltszucker hergestellt.
  • hat zahnschonende Eigenschafen


Polyglycitolsirup (E 964):

  • Wird durch Hydrierung von Stärkehydrolysaten hergestellt
  • Gut wasserlöslich
  • Weniger süß als andere Polyole
  • Erhöht die Masse & Stabilität kalorienarmer Lebensmittel

Maltit (E 965):

  • Wird aus Mais- oder Kartoffelstärke hergestellt
  • Fast so süß wie Haushaltszucker
  • Ca. 50 % der Kalorien von Haushaltszucker
  • Zahnfreundlich


Lactit (E 966):

  • Wird auf Basis von Milchzucker gewonnen
  • Ca. 50 % Kalorien wie Zucker
  • Gut löslich und lagerfähig


Xylit (E 967):

  • Wird aus der Xylose (Holzzucker) gewonnen
  • Kommt natürlicherweise in Früchten, Beeren, Gemüse und Pilzen vor
  • Leicht wasserlöslich, koch- und backfest
  • Süßkraft ähnlich wie Zucker (ca. 80%)


Erythrit (E 968):

  • Wird durch Hydrolyse ODER Fermentation von Stärke gewonnen
  • Kommt natürlicherweise in Früchten, Gemüsen und fermentierten Lebensmitteln vor
  • Gilt als besonders gut verträglich
  • 0 Kalorien
  • Zahnfreundlich 

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Was ist ein Süßstoff?

Zuckerersatz

Ein Süßstoff hat - je nach Art des Stoffes - eine bis zu 3000-fache Süßkraft im Vergleich zu herkömmlichen Haushaltszucker. Daher ist auch die Verarbeitung und die Dosierung bei diesem Zuckerersatz anders als bei Zucker. Durch die geringe Masse und Dosierung sind Süßstoffe so gut wie kalorienfrei. Süßstoffe sind nur für bestimmte Lebensmittel erlaubt und es gibt Vorschriften zur Kennzeichnung und zu Höchstmengen. Sie werden häufig kombiniert als Zuckerersatz eingesetzt, um dem Geschmack von Zucker näher zu kommen. 

Süßstoffe als Zuckerersatz - kurz vorgestellt

Acesulfam-K (E 950):

  • 200-mal süßer als Zucker
  • gut lagerfähig, sehr stabil und hitzebeständig

Aspartam (E 951):

  • Süßkraft um Faktor 200 höher als Zucker
  • bei Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie verboten

Cyclamat (E 952):

  • 35-mal süßer als Zucker
  • Oft gemeinsam mit Saccharin eingesetzt

Saccharin (E 954): 

  • der älteste Süßstoff auf dem deutschen Markt
  • Süßkraft ca. 550-mal so hoch wie die des Zuckers
  • sehr stabil, hitze- und gefrierbeständig
  • und bewahrt auch in wässrigen und säurehaltigen Produkten seine Süße dauerhaft
  • Im Handel als Tafelsüße in Form von Tabletten oder Pulver angeboten

Sucralose (E 955): 

  • aus Zucker hergestellt, geschmacklich sehr ähnlich
  • 500- bis 600-mal süßer als Zucker

Thaumatin (E 957): 

  • aus westafrikanischen Katemfe-Frucht gewonnen
  • Süßkraft 2.000 - bis 3.000-mal höher ist als die von Zucker
  • zusätzlich geschmacksverstärkend
  • Beim Backen und Kochen verliert es an Süßkraft

Neohesperidin DC (E 959): 

  • aus einem Flavonoid der Zitrusfrüchte
  • Süßkraft 400 - bis 600-mal stärker als Zucker
  • wirkt geschmacksverstärkend

Steviolglycoside (E 960): 

  • aus den Blättern der südamerikanischen Stevi-Pflanze gewonnen
  • Süßkraft ist 200- bis 300-mal höher als die von Zucker
  • nicht "natürlich", da sehr aufwendiges, chemisches Aufreinigungsverfahren 

Neotam (E 961): 

  • auf Basis des Eiweißbausteins Aspartam
  • zwischen 7.000- und 13.000-mal süßer ist als Zucker
  • zuckerähnlichen Geschmack
  • verstärkt Aromen

Acesulfam-Aspartamsalz (E 962): 

  • 350-mal süßer als Zucker
  • bei Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie verboten

Advantam (E 969): 

  • 37.000-fache Süßkraft von Zucker 
  • verstärkt Aromen
  • kann einen bitteren Geschmack reduzieren

 

6 natürliche Zuckeralternativen im Überblick

Honig, Agavendicksaft und Co. beleuchten wir für dich in diesem Video.

 

In der EU zugelassene Zuckerersatz-Stoffe im Überblick:

Zuckeraustauschstoffe / Zuckeralkohole*

Süßstoffe (in EU zugelassen)*

Sorbit (E 420) Acesulfam (E 950)
Mannit (E 421) Advantam (E 969)
Isomalt (E 953) Aspartam (E 951)
Polyglycitolsirup (964) Aspartam-Acesulfamsalz (E 962)
Maltit (E 965) Cyclamat (E 952)
Lactit (E 966) Neohesperidin-DC (E 959)
Xylit / "Birkenzucker" (E 967) Neotam (E 961)
Erythrit (E 968) Saccharin (E 954)
Sucralose (E 955)
Steviolglycoside / "Stevia" (E 960)
Thaumatin (E 957)

  

Vor und Nachteile von Zuckerersatz-Stoffen:

Vorteile von Zuckerersatz:

  • weniger Kalorien
  • weniger Einfluss auf den Blutzuckerspiegel
  • für Diabetiker geeignet

Nachteile von Zuckerersatz:

  • Verdauungsbeschwerden bei übermäßigem Verzehr
  • Dosierung und Anwendung anders als bei Zucker

 

Unseren Favoriten verraten wir im Video

Quelle:

Bundeszentrum für Ernährung: https://www.bzfe.de/lebensmittel/lebensmittelkunde/suessungsmittel/

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